|
Die Kraniche
Man nennt sie die „Vögel des Glücks“, die Lufthansa hat sie als Logo und ihre Balz beeindruckt wohl jeden. Auf dem Storchenhof können die Besucher 2 Vögel dieser größeren Verwandten des Storches sehen, einer 2 Jahre und einer 3 Jahre alt. Es gibt in der Gegend um Loburg nur wenige brütende Paare, aber der Ort ist „Überfluggebiet“ auf dem Weg ins Brutgebiet aus den Überwinterungsgebieten und zurück.
Diese beiden Vögel können nicht mehr fliegen, sie brachen sich die Flügel und wurden im Fläminggebiet hilflos aufgegriffen im Oktober, den Winter hätten sie alleine in freier Natur bei uns nicht überlebt. Der vor 3 Jahren auf den Storchenhof gekommene wird „Fortuna“ genannt, er unterscheidet sich von dem 1 Jahre jüngeren durch eine etwas kräftigere Färbung, auch der Halsstrich ist bei ihm leuchtend weiß, während beim anderen alles schwächer gefärbt ist, wir nennen diesen bisher „Grus-Grus“,- der lateinische Namen für Kraniche. Dass es sich, zum jeweiligen Zeitpunkt des Auffindens um Jungvögel handelte kann so genau gesagt werden, weil das Gefieder noch bräunlich war.
Der Graukranich, um den es sich hier handelt, ist die einzige Kranichart, die in Deutschland lebt. Die scheuen Vögel brüten in feuchten Erlenbrüchen, da wo wir nasse Füße bekommen! Sie bauen, im Gegensatz zum Storch, nur lose Nester am Boden, wo dann 2 Eier reingelegt werden. Sind die Jungen geschlüpft, folgen sie als „Nestflüchter“ ihren Eltern. Im ersten Jahr ist das Gefieder bräunlich. Ganze Familienverbände kann man dann beim Wegzug am Himmel beobachten, laut trompetend im „Formationsflug“.
Helfen kann der Mensch dem Kranich am besten, wenn seine Brut- und Rastgebiete vor Störungen geschützt und nicht eingeschränkt werden.
|
|