Georg

            Der SCHWARZSTORCH Georg

Zwei Storchenarten leben in Europa, der Weißstorch und der Schwarzstorch, der Weiße ist nicht ganz weiß und der Schwarze nicht ganz schwarz. Georg hat einen weißen Bauch und sein schwarzes Gefieder ist nicht stumpf wie beim Weißstorch, es schillert in der Sonne in allen Farben des Regenbogens. Ein schöner Storch und ein seltener dazu. Sein Lebensraum ist der Wald, wo er auf Lichtungen und an Waldbächen auf Futtersuche ist. Naturgemäß braucht er große Reviere, ist deshalb auch nicht erfreut, in seiner Nähe auf Artgenossen zu treffen. Menschen mag er auch nicht in seiner Nähe, deshalb kann man ihm auch nur schwer helfen. Umso wichtiger ist es, wenn Jungvögel in Menschhand geraten, sie so aufzuziehen, dass sie auswilderungsfähig sind.

Bei Georg ist etwas „schief gegangen“: Man hatte ihn wohl zu lieb! Auf Menschen geprägt, waren mehrere Auswilderungsversuche vergeblich. Ehe er nun Beute eines Fuchses wurde, kam er zum Storchenhof. Da er sich auch noch ein Stück des Oberschnabels abgebrochen hat, ist er nun hier als Dauergast.

Damit er sich wohl fühlt, lebt er einzeln in einem Gehege unter einem großen Baum. Er kann selbständig Nahrung aufnehmen, da er es gelernt hat, sein Futter aus einem Wassereimer zu fischen,- mehr können wir nicht für ihn tun. Aber er nützt uns Menschen schon, denn was wir in der freien Natur kaum zu sehen bekommen, kann man hier in Ruhe betrachten: Ein Prachtexemplar von einem Schwarzstorch und zu lernen gibt es auch etwas: Er wäre in Freiheit, wenn die Menschen, die ihn liebevoll aufgezogen haben, ihn „losgelassen“ hätten.

 

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